Argentinien 2015



3.2.2015 Unsere zweite Reise mit Papaya Tours führt uns dieses Jahr nach Argentinien. Gegen 14 Uhr fliegen wir von Dresden nach Frankfurt, spät am Abend nach Madrid, wo wir schon einige Reiseteilnehmer kennenlernen. Der Nachtflug mit Iberia ist wenig komfortabel, eine alte Maschine mit engen, unbequemen Sitzen und schlechtem Service, aber wir kommen erstaunlicherweise doch nicht so sehr müde in Buenos Aires an, wie befürchtet.

Buenos Aires

4.2.2015 )9:45 Uhr landen wir in Buenos Aires und werden von Walter, unserem Reiseleiter für die nächsten 3,5 Wochen erwartet. In BA ist es sommerlich warm. Nach dem Einchecken im Hotel "Unique Art Madero" geht es auch gleich los mit dem Erkunden der Stadt. Wir laufen an den ehemaligen Hafenbecken von Puerto Madero entlang in die Innenstadt, wo einige Mitreisende Dollars in einer sogenannten Höhle in Pesos tauschen. Wir haben leider (auf Anraten Papaya Tours) nur eine Visa Card, die nach einigen vergeblichen Versuchen im Geldautomaten Pesos hervorzaubert, und wir müssen erkennen, dass sich unser Argentinienurlaub geldtechnisch etwas schwierig und teuer gestalten wird. Nach einem kleinem Mittagsimbiss am Kiosk fahren wir mit dem Bus 152 nach La Boca.

Alte Hafenanlage in La Boca

Im alten Hafenviertel La Boca bewundern wir die bunt angemalten Häuser und die Tangotänzer, die schon am Nachmittag ihre Show abziehen. Nach einem Rundgang durch das Stadtviertel fahren wir mit dem Bus weiter nach San Telmo. Dort essen wir in einem gemütlichen Steakhouse zu Abend. Die Steaks sind lecker und groß und alle sind zufrieden. Wir essen Bife de Chorizo, ein großes Rumpsteak, und trinken gut gekühltes Bier, welches in 1-Liter-Flaschen angeboten wird, bzw. Rotwein dazu.

Buenos Aires - La Boca

5.2.2015 Stadtrundgang durch Buenos Aires! Bei hochsommerlichen Temperaturen laufen wir ins Stadtzentrum, zuerst durch San Telmo. Wir bummeln durch die Gassen, besichtigen die älteste Apotheke der Stadt und kommen schließlich zum Hauptplatz (Plaza da Mayo) von BA. Neben dem rosa Präsidentenpalast (Casa Rosada) besichtigen wir die Catedral Metropolitana, in der Papst Franziskus vormals Erzbischof war. Nach einem Bummel durch die belebte Fußgängerzone und einen Einkaufstempel fahren wir mit dem Bus zu dem Friedhof La Recoleta, auf dem u.a. Evita Peron bestattet ist. Der Friedhof ist sehr sehenswert und bietet viele Fotomotive.

Buenos Aires

Nach einem Mittagessen mit Hühnchenburger und Kaffee fahren wir mit dem Taxi zum schönen Rosengarten, den wir mit einem Spaziergang erkunden. An einem schattigen Plätzchen unter einem großen Baum führt uns Walter in die Geheimnisse der Mateteekunst ein. Über uns schnattern die hübschen grünen Papageien. Abends laufen wir durch die Stadt, um uns in einem Tanzsaal, einer Milonga, die Tangokünste der Einheimischen anzuschauen. Die Leute aus der Wohngegend gehen hier regelmäßig hin, um sich dem Nationaltanz Tango Argentino hinzugeben. Für uns ist das eine sehr interessante Erfahrung, das Zusehen macht Spaß und vermittelt einen kleinen Einblick in die Lebansart der Portenos.

Rosengarten in Buenos Aires

6.2.2016 Früh am Morgen laufen wir im Sturmschritt zum Bootsanleger, um den Katamaran zum Rio de la Plata noch zu erwischen. Walter muss unbedingt noch einen Umweg nehmen, denn ohne Wasser gehen wir nirgendwo hin... Zunächst schippern wir auf dem Rio lange an Buenos Aires vorbei, um dann im Mündungsdelta bei Tigre in einen der unzähligen Kanälen einzutauchen. Hier gibt es viele Wassergrundstücke und auch mehr oder weniger unberührte Natur, Kinder baden im von Sedimenten braun gefärbten Wasser. Angekommen in Tigre bummeln wir noch etwas an der Uferpromenade entlang, aber bei der Mittagshitze ist das nicht wirklich ein Vergnügen.

Tigre

Nach eine Pause im Schatten fahren wir mit dem Vorortzug nach Buenos Aires (Retiro) zurück, von dort nehmen wir die U-Bahn bis zum Obelisk. Dort kehren wir in einem großen Steakhouse, dem "Asador La Estancia", ein und sind begeistert: Die Steaks sind ganz hervorragend und der Kellner erfreut uns mit einer Gesangseinlage. Wir holen noch die Koffer aus dem Hotel ab und fahren am Abend zum großen Busbahnhof von BA, von dem aus viele Nachtbusse in alle Richtungen Argentiniens fahren.

Steakhouse

Nach einiger Wartezeit in der eher schäbigen "Business"-Lounge besteigen wir den Flecha-Bus, einen sehr komfortablen Doppelstockbus mit bequemen Liegesesseln, der uns über 700 km in nördliche Richtung nach Mercedes (Provinz Corrientes) bringen wird. Das Nachtmahl allerdings ist ungenießbar. Dafür bessert sich die Stimmung durch argentischen Rotwein, den Walter vorsorglich mitgenommen hat, und er hilft beim Einschlummern.

Nachtbus

7.2.2015  Am frühen Morgen kommen wir in Mercedes an und unser Gepäck wird auf Pick Ups verladen. Wir fahren mehrere Stunden über flaches Land, vorbei an Rinderherden, Schafen, vielen Wasservögeln und Sumpfgebieten bis nach Carlos Pellegrini, ein einsamer Ort am Ostufer des Ibera Sees. In der "Irupe Lodge" angekommen wird erst mal gefrühstückt, dann beziehen wir unsere rustikalen Zimmer (wir haben zu zweit die Familiensuite) und testen den Pool. Bei einem Fotorundgang wird Tina von einem Kaiman erschreckt, der unter einem Holzsteg relaxt hat.

Kardinal

Das Mittagessen in der Lodge ist sehr lecker, es gibt Zwiebelkuchen, Hühnchen mit Zitronen-Senf-Sosse und Tiramisu.

Am späten Nachmittag fahren wir mit Booten auf Entdeckungstour in die Sümpfe. Wir beobachten Wasserschweine, Kaimane und sehr viele verschiedene Vögel. Nach der ausgiebigen Bewunderung des Sonnenuntergangs genießen wir den Grillabend mit verschiedenen Fleischsorten und Würsten in der Lodge, trinken zur Verdauung eine Caipirinha und gehen zum Abschluss des Tages zur Erfrischung in den Pool.

Cayman

8.2.2015  Nach dem Frühstück spazieren wir in aller Ruhe zum Interpretationszentrum des Naturreservats Irupe-Sümpfe und schon hier auf der Schotterpiste können wir Kaimane, Papageien und Kolibris beobachten. Auf dem schönen Weg durch den Urwald sehen wir Wildkatzen, Wasserschweine, Brüllaffen und sehr viele hübsche Vögel. Ein Holzsteg führt uns anschließend durch die Sumpflandschaft.

Kolibri und Bromelien

Nach den leckeren Gnocchi zum Mittagessen relaxen wir am Pool und unter der Klimaanlage in der Lounge, bei der Hitze sind keine großen Akivitäten mehr möglich. Auf den möglichen Reitausflug durchs staubige und heiße Carlos Pellegrini verzichten alle freiwillig und ohne Traurigkeit. Am Abend gibt es ein saftiges Steak mit Kartoffelbrei und zur Verdauung einen Grappa.

Schwefeltyrann

9.2.2015 Unser Gepäck wird wieder auf die Pickup's geladen und dann fahren wir auf staubigen Pisten ca. 5 Stunden in nordöstliche Richtung, erst durch Sumpflandschaft dann durch die endlose Pampa. Wir sehen im Vorbeifahren viele interessante Vögel, leider gibt es keinen Fotostopp, die Fahrer haben es offensichtlich eilig. In Posadas steigen wir in einen Bus um, der uns zu der ehemaligen Jesuitenmission Ruinas de San Ignacio Mini bringt. Nach einem interessanten Rundgang durch die Ruinen mit einheimischer Führung stärken wir uns im Ort mit den lt. Walter leckersten Empanadas Argentiniens. Wir werden in den nächsten Wochen noch Vergleichsmöglichkeiten haben...

Ruinas St. Ignatio Mini

Unser nächstes Ziel ist die "Estancia La Chacra" in der Nähe von Obera (Provinz Misiones), eine sehr schöne, weitläufige und schattige Anlage mit Pool, die zu einer Matefarm gehört. Wir verbringen den Nachmittag mit der Besichtigung der Mateplantagen und Verarbeitung und lernen dabei viel über die Herstellung des argentinischen Nationalgetränkes. In der kleinen Fabrik der Farm werden außerdem noch Gartenmöbel hergestellt. Nach der schweißtreibenden Besichtigung (hochsommerliche Hitze gepaart mit der Glut des Ofens zum Trocknen des Matekrauts) werden wir mit kaltem Tee im Garten der Estancia verwöhnt und relaxen dann im schönen Pool. Ein romatisches Abendessen gibt es auf der Gartenterasse, leckeres Hühnchen, Salat, Rotwein.

Matefarm

10.2.2015 Den ganzen Vormittag fahren wir mit dem Bus zu unserem nächsten Etappenziel nach Puerto Iguazu (Provinz Misiones), dem nördlichsten Punkt unserer Argentinienreise. Nachdem wir unser recht ordentliches Hotel Orquides Palace bezogen haben, geht es gleich weiter nach Brasilien, wo wir erst mal ein Mittagessen in einem riesigen All You Can Eat Lokal einnehemn. Und dann erleben wir die Wasserfälle aus der Luft, wir leisten uns gemeinsam mit Thomas einen zwar sehr kurzen, dafür atemberaubenden Hubschrauberrundflug über die Wasserfälle, wir sind sehr beeindruckt von den Ausmaßen.

Iguazu Wasserfälle

Den restlichen Nachmittag erkunden wir die brasilianische Seite der Wasserfälle zu Fuß. Die Gewalt des Wassers ist unbeschreiblich, am Ende an der Aussichtsplattform werden wir durch die Gischt ganz nass. Wir beobachten einen großen Leguan und lachen über die possierlichen Nasenbären, die um Futter betteln. Tina sieht auf der Heimfahrt vom Bus aus einen Tukan direkt am Straßenrand. Abend essen wir in Puerto Iguazu im Restaurant "Color Pizza" natürlich Rindersteaks in argentischer Übergröße, Bife de Chorizo mit Risotto bzw. Bife de Lomo, alles sehr lecker.

Iguazu Wasserfälle

11.2.2015 Die argentinische Seite der Iguazu Wasserfälle steht heute auf dem Programm und fast noch schöner als die brasilianische. Nach einer kleinen Wanderung auf dem Camino Verde können wir auf Stegen die verschiedensten Ausblicke auf die Wasserfälle genießen, oft kreisen Geier vor den Kaskaden, einfach grandios! Diesmal können wir auch Tukane in den Baumwipfeln beobachten und die Nasenbären lassen auch nicht lange auf sich warten. Wir stärken uns mit einem kleinen Mittagsimbiss, dann geht es weiter zum nächsten Höhepunkt.

Nasenbär

Mit einem kleinen Zug fahren wir durch den Urwald zum Ausgangspunkt des Steges zum Teufelsschlund. Wir können im Fluß Wasserschildkröten und riesige Welse beobachten. Der Steg führt über den Fluß zum Garganta del Diablo, hier stürzt mit lautem Donner unvorstellbar viel Wasser in den Abgrund. Diesen grandiosen Urgewalten könnte man stundenlang zusehen.
Der Tag lassen wir am und im Hotelpool ausklingen, wir gönnen uns einen leckeren Caipirinha und freuen uns über die schönen Erlebnisse in Iguazu. Zum Abendessen gibt es im Restaurant "La Vitrina" bei Gewitterstimmung leckere Papas Campo und Hühnchen mit Knoblauch.

Geier und Iguazu

12.2.2015 Heute verlassen wir die Tropen. Mit dem Flieger geht es über ca. 2.900 Flug-km südwärts von Puerto Iguazu über Buenos Aires nach San Carlos de Bariloche (Provinz Río Negro) am Fuße der Anden. Bei der Zwischenlandung in BA müssen wir leider erfahren, dass unser Weiterflug gecancelt ist. Papaya hat`s bald geklärt. Nach einigen Wartestunden fliegen wir glücklicherweise doch noch nach Bariloche, und das mit einer riesigen Maschine, in der außer unserer Reisegruppe nur wenige andere Fluggäste sitzen. Die abendichen Temperaturen sind bei der Ankunft angenehm kühl.

Gewitter über Iguazu

Wir erreichen Bariloche mit dem Bus noch im Hellen. Die Stadt liegt am Südufer des großen Nahuel Huapi Sees in der sog. argentinischen Schweiz. Sie erweist sich als sehr touristisch und hat architektonisch nichts zu bieten. Passend dazu ist wohl auch der Namer des Lokals, das in unmittelbarer Nähe unseres Hotels "Carlos V" liegt und in dem wir unser Abendessen einnehmen: "Zum Tiroler". Die Speisen sind gut, wir essen Forelle und Gulasch mit Spätzle :-), aber es ist so laut, dass man sich kaum unterhalten kann.

Buenos Aires von oben

13.2.2015 Heute steht eine Busrundfahrt durch die schöne Seen- und Berglandschaft der argentinischen Schweiz an. Wir fahren auf der Panoramastraße "circuito chico" am Nahuel Huapi See entlang. Das erste Ziel ist der Berg Campanaoro, den wir mit einem Sessellift bezwingen. Von oben hat man eine wunderschöne Aussicht über die umliegenden Seen und die Berge. Das Wetter ist perfekt: Sonnenschein und klare Luft. In der Mittagszeit unternehmen wir einen Spaziergang durch einen schönen Wald mit Südbuchen, Myrthenbäumen und Fuchsien, das sorgt endlich mal für die nötige Bewegung.

Argentinische Schweiz

Da sich Uwes Verdauungsapparat gegen die kräftige argentinsche Küche wehrt, lassen wir den Nachmittag entspannt angehen. Wir spazieren durch Bariloche, versuchen wenigstens an einem der vielen Bankautomaten Geld zu ziehen, was sich wieder mal als ziemlich mühselig erweisen wird, und kaufen als Snack einige Empanadas. Am Abend bummeln wir noch mal durch die belebte Stadt, machen noch ein paar Fotos am Seeufer und schauen eine ganze Weile einer Folkloreband und einem provessionellem Tänzerpaar zu. Später tanzen auch noch Leute aus dem Publikum mit, ein sehr schönes, bewegendes Erlebnis.

Bariloche

14.2.2015 Nach dem Frühstück verlassen wir Bariloche mit dem Bus, um über weitere 300 km in Richtung Süden unsere Reise fortzusetzen. Unterwegs erwartet uns ein besonderes Erlebnis. Wir werden Walters Mutter in ihrem Häuschen bei El Bolson besuchen. Sehr idyllisch am Berghang und im Wald gelegen, umgeben von Himbeerplantagen werden wir mit Kaffee, Sekt und Hörnchen erwartet. Nach einem Rundgang durch die ausgedehnten Ländereien besuchen wir den Markt von El Bolson und kaufen bei einem holländischen Späthippie Ohrringe für Nora und für uns Empanadas als Mittagsmahl.

Routa 40

Im Nationalpark "Los Alcerces" können wir uns bei einer 2-stündigen einfachen von einem Einheimischen geführten Wanderung nach der langen Busfahrt die Beine vertreten. Hier wachsen noch die letzten Bestände der Patagonischen Zypresse (Fitzroya cupressoides; spanisch Alerces). Ein schöner Weg führt uns an kristallklaren Seen und Bächen vorbei und zur Krönung rasten wir an einem Seeufer des Lago Menendez mit Blick auf einen vergletscherten Berg. Ein Chimango (Milvago chimango) beäugt uns an der Brücke zur Halbinsel. Spät abends kommen wir in Esquel (Provinz Chubut) an, beziehen unser einfaches Hotel "Hosteria Plaza Esquel" und essen noch spät abends beim Italiener Salat und grüne Nudeln mit Tomatensosse.

Nationalpark Los Alcerces

15.2.2015 Ab heute stehen 3 Tage Busfahrt auf der legendären Ruta 40 immer weiter in den Süden vor uns. Da Walter unbedingt noch geräucherte Forelle für unser morgiges Picknik besorgen will, verzögert sich die geplante Abfahrt um Einiges. Endlich starten wir und eine lange Fahrt durch die unendlich weite, karge und menschenleere argentinische Steppe beginnt. Aber langweilig wird uns nicht, unterwegs sehen wir immer wieder Guanakoherden und Nandus.

Routa 40

Gegen 14 Uhr machen wir Halt in dem kleinen, einsam gelegenen Haus "Los Tamariscos" inmitten der Steppe, welches als Raststation für die Durchreisenden dient. Es gehört einer alten Frau, sie verdient sich mit dem Verkauf von Getränken etwas dazu. Sie kann noch ein klein wenig Deutsch und erfahren, dass ihr Vater aus Dresden Bühlau stammt. Unsere Reisegruppe darf am großen Tisch in ihrem Wohnzimmer Platz nehmen, dort packen wir unseren Proviant aus und bekommen frischen Kaffe und Wasser von der Hausherrin.

Raststätte in der Steppe

Vor der Weiterfahrt enstehen vor dem Haus noch ein paar interessante Fotos. Die Stimmung erinnert an den einsamen Bahnhof in "Spiel mir das Lied vom Tod", nur das hier natürlich kein Duell stattfindet. Scheinbar endlos geht es weiter, zum Teil auch über sehr holprige Schotterpisten, in die kleine Stadt Perito Moreno (Provinz Santa Cruz), die wir am Abend nach einer Stecke von 540 km endlich erreichen. Unser Zimmer im Hotel "Americano" ist recht hübsch und modern, da haben wir Glück. Das Steak zum Abendessen im Hotelrestaurant ist dagegen sehr zäh und lieblos zubereitet.

Patagonische Steppe

16.2.2015 Geburtstagswetter! Gut ausgeschlafen starten wir an diesem sonnigen und warmen Tag die nächste Etappe über ca. 400 km. Die patagonische Steppenlandschaft ist heute abwechslungsreicher, bizarre Gesteinsformationen sind im Vorbeifahren zu sehen. Unterwegs retten einige mutige Männer unserer Gruppe ein Guanako, welches sich im Drahtzaun verfangen hat, vor dem sicheren Tod. Tina entdeckt am Straßenrand ein Gürteltier.

Rettung des Guanakos

Eine holprige Schotterpiste verläuft bis zum Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung. Wir steigen auf einem staubigen Weg in der Canyon des Rio Pinturas hinab, unten ist es grün und ein kleiner Fluß schlängelt sich dahin. Wir kommen an einer halb verfallenen Estanzia, mehreren einsamen Pferden und vielen Gerippen vorbei. Umgeben von hohen, bizarren Felswänden wandern wir ca. 3 Stunden bis zur Hütte an der berühmten Höhle der Hände "Cuevas de las Manos". Nach einem Picknick laufen wir in der Nachmittagshitze zur Höhle der Hände und erfahren viel über die Entstehung und Geschichte.

Canyon

Dann geht die Fahrt weiter. Unterwegs sehen wir Flamingos an einem kleinen Teich und einen Fuchs am Fluß kurz vor dem Etappenziel. Der Sonnenuntergang zaubert prächtige, glutrote Wolkenformationen hervor, als wir die "Estancia La Angostura" (Provinz Santa Cruz) erreichen. Sie liegt wie eine Oase fern ab der Zivilisation im fruchtbaren Tal des Flusses Chico, umgeben von Weideland. Wir haben Glück und bekommen ein einfaches sauberes Zimmerchen für uns alleine. Nach dem patagonischen Asaodo mit gegrilltem Lamm zum Abendessen gibt es für die Geburtstagskinder Tina und Rudi ein Ständchen und eine Torte, natürlich von Walter zelebriert.

Höhle der Hände

17.2.2015 Das Highlight des Tages: Ein Reitausflug! Nachdem Tina und die anderen aufs Pferd gehievt wurden, geht es für ca. 1 Stunde durch die Steppe. Tina´s Schimmel ist ein wenig eigensinnig und will immer Erster sein, was die Reiterin ziemlich herausfordert. Nach der glücklichen und unfallfreien Heimkehr der Reiter erkunden wir bei einem Spaziergang die nähere Umgebung der Estanzia. Zu Mittag gibt es Pizza und Hühnchen und eine Gesangseinlage mit Gitarre vom Chef Tonchi Kusanovic persönlich.

Reitausflug, Tina will den Gaul gnädig stimmen

Bevor wir später wieder in den Bus steigen, führt uns Tonchi Kusanovic noch durch die Farm, in den Schafstall für die Wollegewinnung mit der Schertechnik, und erzählt uns einiges über die Geschichte und das Heute der Farm und seiner Familie. Auf 20000 ha Land werden jetzt 1500 Schafe und 450 Rinder gehalten. 1991 waren es noch 5500 Schafe, bis damals der Ausbruch des chilenischen Vulkans Hudson soviel Asche abregnen ließ, dass viele Schafe starben. In der Folge wurde dann mit dem Agrotourismus begonnen, was zunehmend eine wichtige Stütze der Farm wurde. Eine ganze Menge Pumafelle belegen, dass es in der Gegend wohl noch eine ganze Menge geben muss, nur leider hätten wir die gern lebend gesehen.

Gaucho der Angostura Estanzia

Es heißt Abschied nehmen von einem ganz besonderen Ort, um dann wieder für einige Stunden ca. 350 km über die Schotterpisten und zum Glück auch Asphalt auf der Ruta 40 weiter zu fahren und den patagonschen Anden und den schneebedeckten Gipfeln näher zu kommen, die langsam in der Ferne auftauchen. Am Lago Viedma sehen wir dann das erste Mal den Fitz Roy, den Sehnsuchtsberg in den südlichen Anden. Am frühen Abend kommen wir in El Chalten (Provinz Santa Cruz) an und beziehen unser Zimmer im Hotel "La Aldea", welches ziemlich spartanisch, ungemütlich und nicht sehr komfortabel ist.

Guanakos

Dafür entschädigt uns das einmalige Panorama an diesem Ort. Man kann gar nicht anders, aber der Fitz Roy muss erst einmal im Abendlicht aufs Foto gebannt werden. Der Ort selber macht nicht viel her, trotzdem ist die Atmosphäre angenehm. Im nahen kleinen Markt besorgen wir uns etwas Proviant für die morgige Wanderung. Dann geht es zum Abendessen in die "Brauerei", ein kleines nettes und wohl angesagtes Lokal, wo wir uns leckeren Bohneneintopf und Salat schmecken lassen und mit argentinischen Liedern den Abend beschließen.

Blick auf El Chalten mit Fitz Roy

18.2.2015 Die Qualität des Frühstücks geht einher mit der Qualität des Zimmers, dazu lauen aufgewärmten Kaffe vom Vortag. Die Freude auf die geplante Wanderung lenkt uns ab. Vor dem Start kaufen wir für das Picknick beim nahegelegenen Bäcker ein paar Empanadas. Unser Ziel ist der Aussichtspunkt auf dem Loma del Pliegue Tumbado in ca. 1.100 m Höhe. Stetig aber moderat überwinden wir von El Chalten aus ca. 800 Höhenmeter und werden unterwegs ein größeres Stück des Weges durch die grünen Lengawälder laufen.

Wanderung zum Loma del Pliegue Tumbado

Obwohl wir den Mirador de los Cóndores links liegen lassen, haben wir zu Beginn großes Glück, denn direkt über unseren Köpfen kreisen eine ganze Menge Kondore. Wenn das kein gutes Zeichen ist! Leider scheint zwar nicht die Sonne, trotz des trüben Himmels haben wir aber, oben angekommen, einen tollen Blick auf das spektakuläre Bergpanorama, aus dem im wahrsten Sinne des Wortes der Fitz Roy herausragt. Beindruckend auch der Cerro Torre, die Gletscher und der See unterhalb des Massivs, in dem ein Eisblock schwimmt.

Blick zum Fitz Roy

Nach der verdienten Mittagsrast laufen wir wieder talwärts, um nach insgesamt 20 km und ca. 6 Stunden wieder in El Chalten anzukommen. Unterwegs passiert noch ein kleines Maleur, bei einem ansonsten zum Glück glimpflichen Sturz büßt Tina ihren Wanderstock ein. Zum Abschluss besuchen wir noch das Informationszentrum mit der kleinen Ausstellung. Alles Erlebte wird am Abend in einem kleinen netten Lokal ausgewertet, wo wir uns mit Gemüse gefüllte Crepes bei Rotwein schmecken lassen.

Heimweg nach El Chalten

19.2.2015 Der Tag bricht mit strahlendem Sonnenschein an. Bestes Wetter für unsere 2. Wanderung. Sogar der Kaffee ist diesmal frisch und heiß. Nach einem kurzen Briefing im Hotel laufen wir zum Shuttlebus, der uns zum Startpunkt bringen wird. Die Fahrt geht durch das Tal des Rio de las Vueltas bis zur Mündung des Rio Blanco. Am Anfang des Weges passieren wir die Hosteria El Pilar. Der Weg schlängelt sich am Berghang allmählich ansteigend dahin. Durch den Lengawald haben wir mehrfach Ausblicke auf das Tal, die Gletscher und die Bergkette mit Fitz Roy. Dass man hier manchmal einen Puma zwischen den Bäumen entdecken könnte, ist wohl eher eine Motivationsidee von Walter.

Fitz Roy

Gegen Mittag ereichen wir das Rio Blanco Camp. Hier müssen wir uns entscheiden, entweder zusätzlich einen steilen Abstecher hoch zum Aussichstpunkt am Lago de los Tres zu bewältigen oder eher gleich gemütlich den Weg entlang des Corillo de Salto in Richtung El Chalten zu nehmen. Wir entscheiden uns für die 2. Variante und bereuen das nicht. Nach einer Mittagsrast laufen wir ganz entspannt weiter und haben, zumal bei dem Wetter, viele Gelegenheiten Fotostopps einzulegen, was bei diesem einmaligen Panorama sehr zu empfehlen ist. An der Laguna Capri machen wir eine größere Pause.

Rast am Bach

Am kleinen blauen See mit seiner himmlischen Ruhe kann man schön entspannen. Wir beobachten Kupferspiegelenten, die neugierig in unserer Nähe Flottenparade abhalten. Zu unseren Füßen im Sand hüpfen ein paar freche Morgenammern in der Hoffnung auf Brotkrumen. Am Nordufer des Sees passieren wir einen einfachen Campingplatz, wo einige Bergfreunde ihre Zelte aufgeschlagen haben. Der Weg schlängelt sich nun immer weiter abwärts, zum Ende hin mit Blicken ins Tal des Rio de las Vueltas. Nach ca. 20 km erreichen wir gegen 15:00 Uhr bei sommerlicher Hitze El Chalten. Als Belohnung gönnen wir uns auf der schattigen Terasse des "Lo de Haydee" beide ein großes kühles Bier. Auch die leckeren Steaks am Abend im "Como Vaca Parrilla" haben wir nach den Anstrengungen mehr als verdient.

Gaucho in El Chalten

20.2.2015  Die Koffer haben wir gestern schon gepackt und werden bis zur Abfahrt im Hotel deponiert. Am Vormittag erwartet uns zunächst ein ganz besonderer Ausflug. Es geht zum Viedma Gletscher. Mit dem Bus fahren wir ans Nordufer des großen Gletschersees Lago Viedma. Mit einem Panoramaboot kommen wir bis zur mehr als 50 m hohen Abbruchkante des Gletschers, um daneben am felsigen Ufer anzulegen. Wir klettern nach oben, um uns dann Steigeisen fachgerecht anschnallen zu lassen.

Viedma Gletscher

Dann starten wir den Ausflug auf den Gletscher. Vorsichtig gehen wir die ersten Schritte. Wo es relativ eben ist, kommen wir ganz gut voran. Auf den steileren Passagen watscheln wir wie die Pinguine, vor allem abwärts hat man ein etwas mulmiges Gefühl. Aber alles geht gut! Die freundlichen Tourbegleiter helfen uns über die schwierigsten Stellen hinweg. Wir durchsteigen Eishöhlen und laufen über den zerklüfteten Gletscher. Auf die erfolgreiche "Besteigung" wird auf dem Eis mit Baileys Irish Cream und frisch gehackten Gletschereiswürfeln angestoßen. Vor der Bootsückfahrt picknicken wir noch auf den roten Felsen und genießen die Landschaft.

Viedma Gletscher

Zurück in El Chalten besteigen wir am zeitigen Nachmittag den Tourbus, um die letzte längere Fahrt unserer Argentinienreise, die wieder z.T. auf der Ruta 40 verläuft, in Angriff zu nehmen. Nach fast 4 Stunden und reichlich 200 km erreichen wir El Calafate (Provinz Santa Cruz) am Südufer des Lago Argentino. Unser gemütliches kleines Hotel "Cauquenes de Nimez" liegt am eher dörflichen Rand der Stadt in der Nähe des Sees. Nach dem Abschied von unseren beiden Busfahrern fahren wir zum Abendessen auf einen Hügel, wo wir in einem Restaurant bei lecker Bife de Chorizo, Salat und Rotwein einen schönen Ausblick auf die nächtliche Stadt haben.

Gletscherwanderung

21.2.2015 Gut ausgeruht starten wir nach dem Frühstück zum Ausflug in den Los Glaciares Nationalpark. Noch im Stadtgebiet beobachten wir in einer Bucht Flamingos bei ihrer morgentlichen Nahrungssuche. Während der Fahrt zur Peninsula de Maggalanes setzt Regen ein, die tiefhängenden Wolken bieten aber zusammen mit der Landschaft ein starkes Fotomotiv. Zum Glück hört der Regen bald auf und angekommen am Ziel scheint wieder die Sonne. An dem dem Gletscher Perito Moreno gegenüberliegenden Ufer laufen wir über ein Netz von ausgebauten Wegen mit mehreren Balkonen und sind an jedem Aussichtspunkt aufs neue beeindruckt von der Mächtigkeit und Schönheit dieses Gletschers aus immer anderen Perspektiven.

Lagune in Calafate

Unterwegs haben wir Spaß mit einem verrückten Hasen, der sich offenbar mit den Touristen anlegen will. Am Ende des Wegs packen wir unsere Verpflegung aus und beobachten lange Zeit das Panaroma der gewaltigen Gletscherwand und die dahinterliegende Bergwelt mit dem Campo de Hielo Sur, dem größten Gletschergebiet der südamerikanischen Anden. Zum Abschluss dieses tollen Ausflugs unternehmen wir eine Bootstour, die uns ganz nah an die bis zu fast 80 m hohe Abbruchkante bringt. Dass die Fotoapparate da nicht zur Ruhe kommen, ist nicht zu vermeiden.

Perito Moreno Gletscher

Zurück in El Calafate haben wir den Nachmittag (gruppen-)frei. Gute Gelegenheit, wieder mal auf Geldsuche zu gehen. Wir bummeln bei ziemlicher Wärme durch die wenig spektakuläre Kleinstadt, haben bei einer Bank Erfolg, erstehen auf dem Rückweg zum Hotel in einem Bioladen die nach unserer Einschätzung leckersten Empanadas der ganzen Reise und in einem kleinen Privatladen das gute argentinische Bier und Rotwein. Am späteren Nachmittag erkunden wir gemeinsam mit Thomas das nahegelegene Naturreservat Laguna di Nimez. Von den Wegen aus konnten wir viele verschiedene Vogelarten beobachten, es war sehr entspannend. Für Naturnichtbanausen und Vogelliebhaber ein Tipp! Nach einem Abstecher ins nahe gelegene kleine Restaurant stoßen wir auf den schönen Tag im Hotel mit Rotwein an.

VietmaSee

22.2.2015 Die letzte große Strecke in den Süden Argentiniens liegt vor uns. Wir fliegen ca. 600 km von El Calafate nach Ushuaia (Provinz Tierra del Fuego - Feuerland). Der Flieger hat 2 Std. Verspätung, dafür spendiert LAN einen Kaffe und ein Stück Kuchen. Nun sind wir also in südlichsten Stadt der Welt angekommen! Trotz der verspäteten Landung kommen wir gerade noch rechtzeitig an, um die für den Nachmittag geplante Bootstour auf dem berühmten Beaglekanal gleich in Angriff zu nehmen. Also geht es vom Flughafen direkt zum Schiffsableger.

Ushuaia, am Arsch der Welt

Das Wetter hier "unten" ist wie erwartet, kühl, windig und wechselhaft. Das tut dem Erlebnis aber keinen Abbruch. Die Fahrt geht zu mehreren Inseln, auf denen wir unzählige Kormorane und Mähnenrobben (südamerikanische Seelöwen) entdecken werden. Besonders die Robben sind beeindruckend, sie scheinen sich für uns geradezu fotogen auf den Felsen zu platzieren. Die Bullen machen lautstark auf sich aufmerksam und haben ihre Familie stets im Blick. Das Boot umkreist die Inseln, sodass wir alles ausgiebig betrachten können. Die Fahrt geht weiter bis zum bekantesten Fotomotiv Feuerlands, dem Leuchturm auf der kleinen Insel östlich der Stadt.

Kleiner Leuchturm im Beaglekanal

Nach der Rückkehr im Hafen haben alle Hunger, also gehen wir auf Walters Empfehlung zu früher Stunde in ein urgemütliches Lokal, das "Ramos Generales - El Almacen". Zur angenehmen Atmosphäre passt auch das gute Essen, wir entscheiden uns für Kaninchen bzw. Bife mit Gemüse und Kartoffelbrei. Das gute Bier sogt für gute Stimmung. Frohen Mutes nehmen wir die Wegstrecke zum Hotel in Angriff. Es geht vom Hafen immer geradeaus z.T. recht steil den Hang hinauf, dann liegt das "Hotel Ushuaia" vor uns. Uns gelernte DDR-Bürger erinnert das Haus vor allem innen an ein in die Jahre gekommennes FDGB-Erholungsheim. Die Zimmer sind allerdings geräumig und zumindest wir haben Glück, dass die Heizung sich regeln lässt.

Gemütliche Gaststätte am Hafen

23.2.2015 Nach dem sehr spartanischen Frühstück im Riesenspeisesaal besteigen wir den Bus, der uns zum Ausgangspunkt unserer Wanderung im Tierra del Fuego National Park bringt. Das Wetter sieht zunächst nicht verheißungsvoll aus, aber wieder einmal werden wir ziemliches Glück haben. Wir starten am südlichsten Postamt der Welt an der Bahia Ensenada, eine witzige Angelegenheit, die wir, wie viele andere, für einen Kartengruß mit Sonderstempel nutzen. Die Wanderung geht zunächst immer am Ufer des Beaglekanals entlang und es hört langsam auf zu tröpfeln.

Postamt am Ende der Welt

Wir wandern durch einen dichten Südbuchenwald und unser Guide erzählt uns viel über die Natur, die Geschichte Feuerlands und die Indianer, die nach und nach von den Europäern ausgerottet wurden. Zur Mittagszeit erreichen wir den Rio Laptaia. Dort wird der Holzkohlengrill in Betrieb genommen und bald brutzeln Bratwürste und wir stärken uns vor dem nächsten Abenteuer mit Salami, Käse, argentinischen Bratwürsten im Brötchen und reichlich Rotwein. Dann kommt die Überraschung des Tages. Wir werden zünftig eingekleidet.

Wanderung am Beaglekanal

Verkleidet als bunte Michelinmänchen marschieren wir zum Strand, um Gruppenfotos zu machen. Das ist natürlich nicht der Zweck der Übung, die Kleidung soll uns vor den kalten Fluten des Rio Laptaia schützen. So gut es geht, zwängen wir uns in den Bus und fahren mit Gummibooten im Schlepptau zum Startpunkt der Paddeltour. Bewaffnet mit Stechpaddeln nehmen 3 Mannschaften den "Wettkampf" in Angriff. Alle schaffen es ans rettende Ufer in der Laptaiabucht. Entkleiden und dann ab zum nächsten Gruppenfoto, das letzte unserer Argentinienreise und natürlich am weltweit südlichsten Ende einer Straße, der Ruta 3. Das Abendmahl gibt heute es in der etwas überteuerten "Küar Resto Bar" am Ufer des Beaglekanals. Aber Bife de Ojo und Lamm sind ganz passabel.

Paddeln auf dem Rio Laptaia

24.2.2015 Als wir am Morgen aufwachen ist es draußen ziemlich kalt. In der Nacht hat es runter bis auf 600 m geschneit. Das hindert uns aber nicht, die für heute geplante Tour anzutreten. Am Hafen steigen wir in einen Offroadbus, mit dem wir, unterbrochen von Fotostopps, durch die Berglandschaft nach Osten bis zur Estancia Haberton fahren. Wir besichtigen zuerst das kleine Acatushún Museum gleich neben der Estancia, wo wir einiges über die Meeresfauna und Vogelwelt Feuerlands erfahren. Mit einem Zodiac geht es dann im rasanten Tempo zum Hauptziel des heutigen Tags, die Pinguininsel Isla Martillo.

Fahrt zur Pinguininsel

Dank Piratour haben wir das Glück, die Insel betreten zu dürfen, denn das ist streng limitiert. So kommen wir den unzähligen Pinguinen ganz nahe. Die Tiere sind selbst ziemlich neugierig und haben keine Angst vor uns, wenn wir uns bis auf max. 2 m nähern. Das bietet jede Menge Fotomotive. Besonders drollig ist das Königspinguinpaar mit den orange-gelben Farben an Kopf und Schnabel, welches durch die große Kolonie der Magellanpinguine spaziert und sich von niemandem beeindrucken lässt. Bei dem Rundgang über die Insel sehen wir dann auch Eselspinguine, Geier und zahlreiche Kormorane.

Königspinguine

Am Nachmittag kehren wir nach Ushuaia zurück und laufen noch ein wenig durch die Straßen. In einem Café gibt es heiße Schokolade und leckere Schokotorte. Danach heißt es Kofferpacken, denn heute ist der letzte Tag auf Feuerland. Für das Abendessen hat sich Walter etwas besonderes ausgedacht, es sollen unbedingt Königskrabben ausprobiert werden. Das favorisierte Lokal hat trotz Vorankündigung nichts zu bieten und so kann sich Walter noch einmal mit seinem Organisationstalent beweisen. Schließlich landen wir im "Villagio", wo sich einige Mutige mit den Krabben abmühen werden. An diesem letzten gemeinsamen Abend bedankt sich die Gruppe in aller Herzlichkeit bei Walter, der unsere Reise in Argentinien auf hervorragende Weise begleitet hat.

Königskrabbeltier

25.2.2015 Heute verlassen wir Ushuaia, wir müssen zurück nach Buenos Aires. Da der Flieger erst am späteren Vormittag startet, können wir ausschlafen. Für die ca. 2.500 km braucht der Flieger knapp 4 Stunden, sodass wir am Nachmittag in dem uns schon bekannten Hotel "Unique Art Madero" unser Zimmer für die letzte Nacht beziehen. Bei angenehmen Temperaturen bummelt fast die ganze Gruppe abends noch einmal zum Steakhouse "Asador La Estancia", wo wir die größten Steaks Bife de Lomo dieser Reise genießen und die vielen Erlebnisse Revue passieren lassen.

Abschied von Ushuaia

26./27.2.2015 Unsere wunderbare Argentinienreise geht nun zu Ende. Gegen Mittag werden wir vom Hotel abgeholt und Walter begleitet uns noch zum Flughafen. Wir verabschieden uns ein letztes Mal von ihm, um den Nachtflug nach Madrid anzutreten. Für die mehr als 10.000 km müssen wir fast 13 Stunden durchstehen, zum Glück ist diesmal die Maschine deutlich besser als beim Hinflug. Von Madrid geht es morgens nach Frankfurt, wo sich die Gruppe trennt, und für uns weiter nach Dresden, wo wir am Abend des 27.02.2015 ziemlich erschöpft ankommen. Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub!

Bife de Lomo, 350 g