Sardinien 2016



15.4.2016 Endlich wieder Urlaub, 3 Wochen Sardinien liegen vor uns. Diesmal holen wir unseren Hänger erst am Tag der Abreise, aber wir haben Zeit, denn wir wollen entspannt in 3 eher gemütlichen Etappen zur Fähre gelangen. Das erste Ziel ist der uns schon bekannte Campingplatz Felbermühle bei Bad Gögging an der Abens, den wir eher durch Zufall 2009 auf der Rückreise von Korsika kennen gelernt haben. Nach dem Umpacken der Sachen vom Auto in den Hänger unternehmen wir einen Spaziergang nach Bad Gögging und lassen uns im "Alten Wirt" zum Abend Schweinebraten mit Kartoffelknödeln gut schmecken.

Camping Felbermühle

16.4.16 Gut ausgeschlafen geht es nach dem sonnigen Frühstück weiter nach Süden, wobei wir als nächste Station das Trentino geplant haben. Nach dem Brenner wird es angenehm warm und wir entschließen uns, bei Trient zum Lago di Caldonazzo zu fahren. Der Camping Spiaggia in Calceranica ist unsere Wahl, denn wir können hier erstmals unsere CampingCard ACSI einsetzen. Schon gegen 15:00 Uhr erreichen wir den freundlichen Platz in einer herrlichen Landschaft. Da bleibt genügend Zeit für einen Spaziergang am See entlang und um den Ort kennen zu lernen. Zum Abend vertilgen wir die Reste des Reiseproviants, u.a. Tinas berühmten Kartoffelsalat.

Lago di Caldonazzo

17.4.16 Entspannt treten wir die letzte Etappe über 400 km nach Livorno zum Fährhafen an, wo wir am Nachmittag eintreffen. Tickets für die Nachtfähre nach Olbia haben wir ja schon, müssen also nur noch kurz einchecken. Die verbleibende Zeit nutzen wir für eine Besichtigung der Festung Fortezza Vecchia (Ursprünge aus dem 14. Jh.)am Hafen, von der aus man einen schönen Rundblick über die Stadt und das Hafengelände hat. Im Hafenrestaurant stillen wir unseren Hunger mit Pizza bevor es gegen 19:30 auf die Fähre geht. Diesmal haben wir eine Außenkabine. Nach der Erkundung des Schiffs gibt es an der Bar einen Schlummertrunk und gut gestöpselt schlafen wir einigermaßen bis in den frühen Morgen.

Fotoalbum Anreise

Moby Aki in Livorno

18.4.16  Schon vor 05:00 Uhr mahnt uns der Kabinenlautsprecher aufzustehen. Mit gutem italienischen Kaffee und Brötchen muntern wir uns erstaunlich preiswert auf, bevor wir bei bewölktem Himmel in Olbia die Fähre verlassen. Die Straße nach Süden ist bald gefunden und bei der ersten Gelegenheit tanken wir Diesel und Kaffee nach. Bei Siniscola verlassen wir die Autobahn und nehmen die Küstenstraße 46, die sich durch gebirgiges Gelände schlängelt. Die Sonne kommt raus und schon um 11:00 Uhr erreichen wir den schön an einer Bucht gelegenen Campingplatz Villaggio Telis in Arbatax.

Campingplatz Villaggio Telis

Wir bekommen einen guten Platz auf einer höher gelegenen Terrasse. Der Hänger ist schnell aufgestellt und Tina zaubert ein Mittagessen aus der Campingküche. Nach kurzer Erkundung des Campingplatzes unternehmen wir gleich mal einen Ausflug ins Hinterland und können uns so einen ersten Eindruck von der wirklich schönen Berglandschaft verschaffen. Auf zunächst schmalen Nebenstraßen geht es unterbrochen von einigen Fotostopps bergauf bis Villagrande Strisaili. Vor dem Ort finden wir an der SP 27 eine Quelle mit wohlschmeckendem Wasser, mit dem wir unsere Flaschen füllen. Die Rückfahrt geht durch den Parco Naturale di Santa Barbara, wo wir durch das im Sommer von Einheimischen sicher stark frequentierte Freizeitgelände zur Chiesa Campestre di Santa Barbara laufen.

Luzerne

19.4.16 Der Tag beginnt mit blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein, perfekt für den ersten Wandertag! Aus dem Rother Wanderführer haben wir uns eine Rundwanderung bei Santa Maria Navarese ausgesucht (Tour 29). Der Ort ist in wenigen Minuten von Arbatax mit dem Auto erreicht und an der Viale Plammas gibt es einen Parkplatz direkt am Startpunkt. Den richtigen Abzweig finden wir nicht gleich, aber dann geht es im Ort nordwärts eine kleine Nebenstraße ziemlich steil bergauf. Bald sind wir einer Wegkreuzung und nun wollen wir mal die App von Rother nutzen. Pustekuchen! Die Karte wird nur online zur Verfügung gestellt und das geht hier oben ohne Internetzugang natürlich gar nicht. Das ist ziemlich enttäuschend.

Blick nach Santa Maria Navarese

Aber eine Hinweistafel und die recht gute Beschreibung im Wanderheft helfen weiter. Trotzdem ist der Abzeig zum Trampelpfad durch die Macchia nur mit Mühe zu finden. Der Weg hoch zum Monte Oro entschädigt für alles, zumal bei diesem Wetter. Es blüht und grünt und man hat fast immer eine tolle Sicht auf das Meer und die Berge. An einem geeigneten Plätzchen halten wir Mittagsrast. Weiter geht es unterhalb des Gipfels um den Berg herum. Wir treffen einen Ziegenhirten und später seine Herde, die uns neugierig beäugt. Den Gipfel selbst bezwingen wir heute nicht, da es inzwischen ziemlich heiß geworden ist und noch ein weiter Weg vor uns liegt.

Fotoalbum Arbatax und Monte Oro

Pfad durch die Macchia am Monte Oro

Es folgt ein unspektakulärer Teil der Wanderung, die staubige Fahrstraße bergab zum Punta Pedra Longa. Jetzt in der Vorsaison ist der Parkplatz an der Felsnadel verwaist, aber Fotos lohnen immer. Oberhalb an einer Kehre finden wir den landschaftlich schönen Rückweg nach Santa Maria Navarese, wieder ein schmaler Pfad der sich bergauf, bergab an der Küste entlang schängelt. Von oben prasselt die Sonne und die Trinkreserven neigen sich dem Ende. Zum Glück erwartet uns nach der anstrengenden Tour am Ausgangspunkt ein kühles Bier in der Pizzeria Il Pozzo. Zurück auf dem Campingplatz legen wir die Füße hoch.

Rückweg - Felsnadel Pedra Longa

20.4.16 Der heutige Tag hat zwei Ziele. Zum einen, eine SIM-Karte zum Surfen zu erwerben, zum zweiten, das Inselinnere kennen zu lernen. Da es in der Nähe nur in Nuoro einen TIM-Laden gibt, fahren wir dort hin. Ein Parkplatz in Zentrumsnähe ist bald gefunden, und nach ein bisschen Suche auch der Laden. Wir gehören offensichtlich zu den ganz seltenen Touristen, die sich hierher verirren, und die beiden jungen Leute sind ein wenig überfordert. Aber nach über 3/4 Stunde ist es geschafft und es funktioniert auf Anhieb!

Cattedrale di Nuoro

Anschließend bummeln wir durch die Altstadt bis zur Cattedrale di Nuoro, an der wir auf dem schattigen Vorplatz Piazza Santa Maria Della Neve ein Päuschen einlegen. Auf dem Weg zurück zum Auto kaufen wir äußerst preiswert Gaskartuschen für unseren Campinggrill sowie einen kleinen Wasserkocher für den Hänger und gönnen uns noch Focaccia, Wasser und Espresso in der warmen Frühlingssonne vor der Bar Nuovo. Ein wenig verlaufen wir uns dann in den verwinkelten Gassen, aber ein netter hilfsbereiter Sarde kutschiert uns mit seinem kleinen Fiat in die Nähe des Parkplatzes.

Sonniges Plätzchen vor der Bar Nuovo

Nun wollen wir die Umgebung von Nuoro erkunden. Zunächst haben wir es auf den Hausberg, den Monte Ortobene, abgesehen, aber wir finden keine Zufahrt und haben wohl auch nicht unbedingt etwas verpasst. Über eine kleine Nebenstraße fahren wir nach schließlich in Richtung Orune und biegen von der an einem Taleinschnitt noch einen Fahrweg ab, neugierig geworden durch eine große Hinweistafel zum Canyon "Devil"/ Canale Su Devju. Wenn da ausreichend Wasser fließt, was bei unserem Aufenthalt nicht der Fall ist, kann man dort spektakuläres Canyoning betreiben.

Schafherde vor Orune

Auf einer Anhöhe mit knorrigen Eichen treffen wir auf eine fotogene Schafherde und haben einen tollen Ausblick auf das gegenüberliegende Bergdorf Orune. Dort fahren wir dann hin und am unteren Ende des Ortes geht ein Fahrweg nach Su Tempiesu, das am besten erhaltene Brunnenheiligtum auf Sardinien und eines der wenigen gut erhaltenen Beispiele der Baukunst aus nuraghischer Zeit, immerhin rund 3000 Jahre alt! Vom kleinen Besucherzentrum laufen wir einen mit vielen interessanten botanischen und faunistischen Hinweistafeln versehenen Rundweg zur sehenswerten Anlage.

Su Tempiesu

21.4.16 Da das Wetter auch heute mitspielt, nehmen wir uns als Wanderziel die Schlucht Gola di Gorropu vor, Rother Wanderführer Tour 17. Bei Dorgali fahren wir in das Tal des Riu Flumineddu bis zum Wanderparkplatz an der Brücke Ponte Sa Barva. Der Weg schlängelt sich am Berghang relativ unanstrengend nach Süden. Die Bäume spenden Schatten, was bei dem sonnigem Wetter nicht unangenehm ist. An 2 Quellen kann man seinen Durst löschen. Kurz vor der Schlucht steigt man ein kleines Stück steil ab und sieht schon das kleine Zelt, an dem man die Tickets löst. Aber vorher machen wir erst einmal Mittagspicknick auf einem schönen weißen Stein im Flusslauf.

Gola di Gorropu

Der Eingang und der Blick in die Gola di Gorropu ist wirklich beeindruckend. Wir bahnen uns den nicht immer ganz eindeutig markierten Weg mit kleinen Klettereinlagen über riesige Felsbrocken und stehen staunend am Grund der engen Karstschlucht, wobei die Felswände bis zu 300 m aufragen. An einer Engstelle türmen sich die Felsbrocken derart, dass wir nicht weiter komnmen und den Rückweg antreten. Auf der Rückfahrt fotografieren wir noch idyllische Olivenplantagen mit bunt blühenden Wiesen und später auf dem Pass Genna Silana hängen die Wolken so tief, dass man im Nebel kaum 5 Meter sehen kann. Unten am Campingplatz scheint aber wieder die Sonne, gute Gelegenheit den Durst mit einem sardischen Bier Ichnusa zu löschen.

Olivenbaumwiese

22.4.16 Nicht jeder Tag muss mit Extremsport :-) verbunden sein, so lassen wir es heute ganz ruhig angehen. Erst einmal will der Hänger umgestellt sein, denn zwischenzeitlich ist vor unserer "Haustür" eine Baustelle. Hätten wir gleich so machen sollen, denn nun haben wir einen noch besseren Seeblick. Anschließend erkunden wir unseren Urlaubsort Arbatax, bummeln ein wenig durch den Ferienort und am Hafen entlang und fahren schließlich zu einem der berühmtesten Fotomotive der Insel, den roten Felsen von Arbatax, den Rocce Rosse am gleichnamigen Strand. Nun heißt es, den richtigen Moment abwarten, damit die Sonne die Farben leuchten lässt.

Rocce Rosse

Unsere Faulheit kennt heute keine Grenzen. Also fahren wir noch einmal nach Santa Maria Navarese und wollen ein Lokal fürs Abendessen suchen. Dort erkunden wir ein wenig den Ort und kommen auch zum Torre di Santa Maria Navarese, einen gut erhaltenen der vielen Wachtürme an der Küste Sardiniens. Schließlich finden wir das Lokal unserer Wahl, das Ristorante La Fontana, schöne schattige Außenplätze und die aushängende Speisekarte klingt auch nicht schlecht. Nach einer nachmittäglichen Siesta kehren wir ein und sind ganz zufrieden. Wir müssen nicht lange warten, bekommen eine schmackhafte Vorspeisenplatte und auch der Schwertfisch und das Kotelett sind gut zubereitet. Wir haben jedenfalls keine schlechten Erfahrungen gemacht, wie einige Tripadvisor-Rezensenten.

Lecker essen in Santa Maria Navarese

23.4.16 Nach der gestrigen Entspannung und angesichts des tollen Wetters gibt es nur eine Entscheidung: Wanderung zur Cala Goloritze mit der schönsten Felsnadel Sardiniens (Rother Wanderführer Tour 27). Die Anfahrt über Baunei ist problemlos, Ausschilderung vorhanden. Der Ausgangspunkt Su Porteddu auf der Hochenebene Su Golgo ist schnell gefunden und das Parken problemlos. Der markierte Wanderweg führt zuerst einen kleinen Anstieg zum Sattel Arcu Annidai, dann geht es zur Schlucht mit einem wirklich sehr schönen Weg, der 462 m abwärts bis zur Bucht verläuft. Auf dem letzten Teilstück taucht dann die imposante 144 m hohe Felsnadel Aguglia vor uns auf.

Felsnadel Aguglia

Der letzte steile Abstieg führt zum Strand mit dem smaragdgrünen klaren Wasser. Man möchte am liebsten rein gehen, aber zum einen haben wir nicht mal Badesachen mit und zum anderen ist es jetzt im April noch ziemlich kalt. Aber auch so lohnt der Aufenthalt hier, die Sonne scheint, die Landschaft kann schöner nicht sein, da halten wir es eine ganze Weile aus und Fotomotive gibt es en masse. Dann beginnen wir den Aufstieg, der natürlich etwas anstrengender ist. Unterwegs rasten wir an einem schattigen Platz und verspeisen unsere Wegzehrung. Am Parkplatz angekommen, genehmigen wir uns an der Bar Su Porteddu noch einen Espresso, danach erkunden wir die Hochebene Altiplano Su Golgo.

Cala Goloritze

Wir fahren bis zur kleinen Kirche S. Pietro und treffen bei unserem Fotostopp auf neugierige Esel, die am Autofenster betteln, und schwarze Schweine, die auf Nahrungssuche sind oder lieber in der Wärme dösen. Der eine Esel wäre am liebsten in unser Auto geklettert, denn die Kekse waren zu verlockend. Oder hat er sich etwa zu Uwe hingezogen gefühlt?
Die Erinnerungen der bisherigen schönen Urlaubstage lassen wir am Abend bei lecker gegrillten Steaks und einer Flasche Rotwein Monica di Sardegna Revue passieren. Als es langsam dunkel wird, veranstalten wir noch ein ausgiebiges Fotoshooting am Hausstrand und dem Campingpool.

Hochebene Altiplano Su Golgo - ein(?) Esel

24.4.16 Eigentlich wollen wir heute noch eine Wanderung unternehmen, und zwar von Ulassai aus einen Rundweg über die Punta Matzeu - Rother Wanderführer Tour 36. Die Fahrt nach Ulassai verläuft durch eine schöne Landschaft, aber je höher wir kommen, um so stärker bläst der Wind. Am südlichen Ortsende von Ulassai parken wir, jetzt ist es richtiger Sturm und dann steht da am Startpunkt des Wanderwegs auch noch: Gesperrt! Also müssen wir unseren Plan ändern und besuchen gleich die Tropfsteinhöhle Grotta su Marmuri, was eigentlich für den Nachmittag vorgesehen war. Die Fahrt dorthin ist nicht weit und wir haben Glück mit dem Parkplatz, denn es ist doch ganz schön Andrang.

Ulassai

Wir erwischen noch rechtzeitig die Führung um 11:00 Uhr und dann laufen wir mehr als eine Stunde durch die wirklich eindrucksvolle, sehr abwechslungsreiche Grotta mit einer Vielzahl an sehr großen Stalagmiten und Stalagtiten unterschiedlichster Farben und Formen. Beeindruckend sind auch die riesigen Höhlensäle mit bis zu 70 m Höhe. Der freundliche Führer nimmt sich sogar für uns einzige Deutsche die Zeit für einige interessante Erklärungen. Also der Besuch hat sich wirklich gelohnt.

In der Grotta su Marmuri

Hinterher verspeisen wir unsere Wanderwegzehrung auf dem Mäuerchen am Parkplatz mit dem tollen Panorama über Ullassai und der den Ort umgebenenden Karstlandschaft mit den markanten Tafelbergen. Da der Tag noch jung ist, erkunden wir die weitere Umgebung und fahren noch ein Stück nordwärts. Auf der anderen Talseite sehen wir auf einmal ein komplett verlassenes Dorf und je näher wir kommen, wird deutlich, dass hier nur noch Ruinen stehen. Es handelt sich um Gairo Vecchio. Bei schweren Unwettern im Oktober 1951 traf es diesen Ort besonders hart. Eine riesige Schlammlawine begrub gut die Hälfte des Dorfes unter sich.

Gairo Vecchio und das neue Gairo

Die Leute beschlossen damals, das Dorf aufzugeben und es an einem sichereren Platz neu aufzubauen. Das heutige Gairo liegt ein Stück oberhalb. Der Streifzug durch das Geisterdorf hat schon etwas Bedrückendes an sich. Es gibt aber erstaulicherweise ein paar Grundstücke, die noch genutzt werden, wenn auch nur als Gemüsegärtchen. Einige Lichtblicke gibt es: Die restaurierte Kirche und am Ortsrand sogar einige wenige wieder bewohnte Häuser. Auf der Rückfahrt zum Campingplatz machen wir noch einen kleinen Umweg zur Küste bei Bari und laufen ein kleines Stück zum Torre de Bari, der auf einer Felsenhalbinsel und bei schönem Sonnenschein ein gutes Fotomotiv hergibt.

Im Geisterdorf Gairo Vecchio

25.4.16 Heute verlassen wir die Ostküste Sardiniens, denn wir wollen ja noch andere Teile der Insel kennenlernen. Die Fahrt führt in nordwestliche Richtung quer über die Insel erst in Richtung Nuoro und dann weiter in Richtung Macomer. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich und das Wetter ist auch recht schön, sodass die Fahrt recht entspannt verläuft. Kurz vor Macomer legen wir einen Zwischenstopp ein, denn unweit der Straße sehen wir eine gut erhaltene Nuraghe und ein kleines Kirchlein. Der Platz heißt Nuraghe Santa Sabina und lädt zum Rasten und fotografieren ein. Am Nachmittag erreichen wir dann unseren neuen Urlaubsort Alghero.

Nuraghe Santa Sabina

Wir haben uns für den Campinplatz Laguna Blu entschieden, da der jetzt in der Vorsaison die sehr günstigen ACSI-Konditionen bietet und auch einigermaßen gute Kritiken bekommen hat. Der Platz ist sehr groß, aber da nur relativ wenige Urlauber da sind, ist das kein Problem. Wir finden einen sehr schönen hellen Stellplatz auf der Nordseite am Rande der Lagune Stagno die Calich. Witzigerweise steht schräg gegenüber dasselbe Wohnwagenmodell wie unserer, die glücklichen Besitzer haben den ebenso neu erworben wie wir in diesem Jahr. Abends erkunden wir noch ein wenig die nahe Umgebung und schauen, ob im benachbarten Fertilia vieleicht ein Restaurant einlädt, aber werden nicht fündig. Also laben wir uns an der eigenen Campingküche und relaxen in der lauen Abendluft.

Campingplatz

26.4.16  Der Tag beginnt sonnig und wir beschließen, ein Stück der Westküste mit dem Ziel Bosa, ca. 70 km südlich von Alghero, zu erkunden. Die schöne Küstenstraße windet sich in vielen Kurven auf und ab antlang der Küstenlinie und bietet immer wieder sehr schöne Blicke auf das Meer, die Berge und bizarre Felsen. Unterwegs legen wir deshalb viele Fotostopps ein. Besonders die bunten Wolfsmilchbüsche, deren Laubwerk sich schon langsam in mehreren Abstufungen rot färbt, haben es uns angetan. Es erinnert uns fast ein wenig an die farbige Unterwasserwelt der Korallen. Gute Gelegenheit mit Blick auf das Meer Mittagspicknick abzuhalten.

Blühende Wolfsmilch

Kurz nach dem Mittag erreichen wir dann Bosa, eine sehr hübsche Stadt mit vielen bunten Häusern, welche sich rund um den Burghügel schmiegen. Wir erkunden zunächst die Uferpromenade am Fluss Temo mit den gegenüberliegnden alten Gerberhäusern und die Altstadt mit ihren Gassen, bevor wir den Burgberg erklimmen und die Ruine des „Castello Malaspina“ besichtigen. Nach dem „Abstieg“ in die Stadt fahren wir noch ein kleines Stück inseleinwärts durch eine idyllische Landschaft mit Olivenhainen und Weinbergen entlang des Temo bis zur fast 1000 Jahre alten Kirche „San Pietro Extramuros“, die wir für die Nachwelt ablichten.

Bosa

Das Wetter schlägt um, der heftige Wind der vergangenen Tage ebbt ab, dafür ziehen Wolken auf und es kommt auch etwas Regen auf. Das hält uns aber nicht davon ab, für die Heimfahrt eine andere Strecke durchs Hinterland zu wählen und die kurvenreiche Straße in hgrößerer Höhe durchs Hinterland über Villanova Monteleone zu nutzen. Teilweise fahren wir durch tiefhängende Wolken, also praktich im dichten Nebel. Irgendwo am Wegesrand ist wieder mal ein Parkplatz mit einer Wasserquelle, wo wir unsere Flaschen auffüllen. Das sardische Quellwasser ist besser als jedes Mineralwasser, was man in den Supermärkten kaufen kann. Ehrlich. Kurz vor Alghero gelingen uns noch schöne Aufnahmen von der Stadt und der Küstenlandschaft.

Alghero

27.4.16 Bei Sonnenschein und strahlend blauem Himmel nehmen wir unser Frühstück ein. Heute wollen wir ein wenig an der Küste wandern. Wir haben uns für die Wanderung entlang der spektakulären Kalksteinklippen am Capo Caccia (Rother Wanderführer Sardinien Tour 1) entschieden. Wir fahren in Richtung Kap und stellen das Auto auf dem Parkplatz an der Cala Dragunara ab. Gut, dass wir den Wanderfüher dabei haben, denn mit Markierungen sieht es etwas mau aus. Nach ein bisschen Suche finden wir den Einstieg durch die Macchia rechts der Straße zum Cap.

Capo Caccia

Bei dem schönen Wetter haben wir kurze Wanderhosen angezogen, was sich bald als nicht so gute Entscheidung herausstellt, denn die Pfade sind so schmal und teilweise zugewachsen, dass die stachelige Macchia unsere Beine zerkratzt. Wir gehen aber trotzdem tapfer weiter und werden mit tollen Ausblicken auf die Felsklippen und Buchten entlohnt. Eine ziemlich große Breitrandschildkröte taucht vor uns auf dem Weg auf, verzieht sich dann aber nach der Begutachtung und der Fotosession lieber wieder ins Unterholz. Sehr schön sind auch die kleinen blauen Iris und andere blühende Pflanzen, die zwischen den Steinen wachsen.

Wanderung am Capo Caccia

Nach der Mittagsrast laufen wir wieder zurück zum Ausgangspunkt. Unterhalb des Parkplatzes liegt die kleine Bucht Cala Dragunara mit glasklarem Wasser und einer kleinen Bar, wo wir einen Kaffee trinken. Wir laufen von der Bucht noch ein Stück nach Süden bis zum nächsten Torre. Danach fahren wir noch zu dem Aussichtspunkt Belvedere La Foradada und dann weiter nach Norden an der Küste bis zur Bucht mit dem Torre del Porticciolo. Wenn es nicht so kalt wäre, dann würde man schon mal einen Sprung ins azurblaue Wasser wagen, wenigstens halten wir diesen sehenswerten Ort in Fotos fest.

Torre del Porticciolo

28.4.16  So abwechslungsreich wie die Landschaft ist in unserem Urlaub auch das Wetter auf Sardinien. Heute ist es grau und ein paar Regenschgauer müssen wir auch aushalten. Am Vormittag steht deshalb die Besichtigung von Alghero auf unserem Programm. Nach ein wenig Kurverei finden wir dann auch einen Parkplatz in der Nähe des Yachthafens und erkunden die von dicken Mauern umgebene Altstadt mit ihren mittelalterlichen Bauten, welche auf einem Felsvorsprung liegt. Vom Torre Porta Terra haben wir eine Superaussicht über die Stadt und die Meeresbucht bis zum Capo Caccia.

Alghero

Der Tag ist noch lang und so entschließen wir uns, noch eine zweite Stadt zu erkunden und fahren auf der Schnellstraße nordostwärts nach Sassari, der zweitgrößten Stadt Sardiniens und Universitätsstadt. Die Außenbezirke sind nicht wirklich beeindruckend, aber das historische Zentrum kann man sich schon mal anschauen. In einigen, nicht allen, Gassen machen die Häuser jedoch einen verlassenen Eindruck, die historischen Gebäude, Hauptstraßen und Plätze sind dagegen ganz ansehnlich. Zufälligerweise erleben wir auf der Piazza Universita den Empfang der Studenten, die gerade ihr Abschlusszeugnis erhalten haben, durch ihre Familien und Freunde. Die ganze Innenstadt scheint zu feiern und das geht ziemlich feuchtfröhlich zu. Wir gönnen uns noch einen Kaffee, bevor wir die Rückfahrt nach Alghero antreten.

Sassari

29.4.16 Der neue Tag beschert uns wieder Traumwetter. Bei herrlichstem Sonnenschein wollen wir den äußersten Nordwesten der Insel kennen lernen. Durch eine idylliche Landschaft mit sanften grünen Hügeln fahren wir nach Norden. Nicht nur eine Schafherde, die uns auf der Straße begegnet, ist ein willkommenes Fotomotiv. In dem kleinen Ort Pozzo San Nicola kaufen wir einige typische sardische Produkte (u.a. Wurst und Käse) in der La Botega Sarda (bei uns würde man Tante-Emma-Laden dazu sagen) ein. Die Besitzer sind ganz glücklich, mit uns ein wenig Umsatz machen zu können. Das eigentliche Ziel heißt aber Stintino, ein altes Fischerdorf und heutiger sehenswerter Ferienort auf einer Landzunge zwischen 2 kleinen Häfen.

Stintino

Nach einer kurzen Ortsbesichtigung fahren wir noch ein kleines Stück weiter nordwärts bis zum Strand Spaggia di Pelosa. Das ist wohl der traumhafteste Strand Sardiniens mit weißem feinen Sand, glasklarem türkisfarbenen Wasser und einem einmaligen Panorama auf den Torre della Pelosa, die Insel Piana und die Insel Asinara (Nationalpark). Auf dem Wasser ist ein Kitesurfer unterwegs, der gelbe Schirm bildet den perfekten Kontrast zu Meer und Landschaft. Das Wasser ist Ende April noch sehr kalt, mehr als ein ganz kurzer Vesuch der Erfrischung ist da nicht drin. Aber wir genießen die Atmosphäre und vertilgen unser auf der Herfahrt erworbenes leckeres Picknick.

Spaggia di Pelosa

An diesem wunderschönen Tag steuern wir noch ein weiteres Ziel an. Wir fahren die Nordküste an Porto Torres vorbei bis nach Castelsardo. Unterwegs beleben wir unsere Geister mit einem Espresso und genießen die Sonne an einer direkt am Strand Spaggia Marina di Sorso gelegenen Snackbar. Dann erreichen wir Castelsardo, die mittelaterliche bunte Stadt liegt malerisch auf einer Halbinsel, auf deren Hügel eine alte Festungsanlage trohnt. Wir laufen durch die autofreien Gassen, teilweise über Treppen, bis hoch zur Burg, die wir dann besichtigen. Auf dem Rückweg gibt es noch ein leckeres Eis, dann treten wir die Rückfahrt zum Campingplatz an.

Castelsardo

30.4.16 Vor ein paar Tagen haben wir den Hinweis auf einen Küstenwanderweg entdeckt, welcher südlich der Spiaggia di Porto Ferro beginnt. Das Wetter passt zum Vorhaben, es ist zwar nicht sonnig, aber nicht ganz unfreundlich. Der Weg schlängelt sich im ständigen Auf und Ab vom Torre Bantine Sale an der Cala del Turco nach Süden. Immer wieder sehen wir unter uns kleine Buchten an der Steilküste. An einigen Stellen können wir Einheimische beobachtem, die auf Muschelsuche sind und damit wohl ihren Lebensunterhalt verdienen. Nach der Mittagsrast zu üblichen Stunde treten wir den Rückweg an und fahren zum Campingplatz, um am Nachmittag die morgige Weiterreise vorzubereiten. Abends gibt´s Gegrilltes aus der Campingküche, dazu Cannonau.

Wanderung

1.5.16 Heute nehmen wir Abschied von Alghero und begeben uns auf die Fahrt zur letzten Station unseres Sardinienurlaubs. Wir fahren zunächst ostwärts durchs abwechslungsreiche Hinterland quer über die Insel über Ittri, Thiesi, Móres und Ozieri in Richtung Olbia. Von dort geht es nordwärts in Richtung Palau wo wir nahe von Cannigione den Campingplatz Centro Vacanze Isuledda (mit ACSI-Konditionen) am Golfo di Arzachena erreichen. Ein ganz netter Platz, vor allem jetzt in der Vorsaison, wo es noch sehr ruhig zugeht. Leider sind die Plätze direkt am Wasser alle belegt, sodass wir erst einmal mit der zweiten Reihe vorlieb nehmen müssen.

Fahrt nach Cannigione

Den verbleibenden Nachmittag nutzen wir, um ein wenig die Umgebung kennen zu lernen. Wir fahren zunächst am Capo d´Orso vorbei, sehen von der Straße aus den wie einen Bär durch Wind und Regen geformten Granitfelsen, um dann in Palau die Fährverbindungen nach La Maddalena zu erkunden. Nach der Rückkehr zum Campingplatz laufen wir vom Strand des Campingplatzes bis Cannignone und beobachten dabei die vielen kleinen Boote der Segelschule, die auf dem Golfo di Arzachena vor der schönen Bergkulisse kreuzen.

Blick vom Campinplatz auf den Golfo di Arzachena

2.5.16 Heute stehen Sonnenschein und Wanderung auf dem Plan. Um die Sonne müssen wir uns nicht kümmern, die kommt von allein, aber zur Wanderung müssen wir ein Stück fahren. Unser Ziel ist die Halbinsel Capo Test westlich von Santa Teresa Gallura. Am Ende der schmalen Landzunge, die zur Halbinsel führt ist ein Parkplatz. Hier starten wir eine Mischung der Touren 5 und 6 des Rother Wanderführers. Wir beginnen entgegengesetzt zur Tour 6 und laufen an der Spaggia Rosa entlang zur Punta Acuta und nehmen dann den schmalen Weg durch die Wiesen zur Siedlung. Vom Parkplatz im Nordwesten der Insel geht es dann hoch zu den bizarren Felsformationen.

Blick nach Korsika

Der Weg wird zunehmend abenteuerlicher und bietet einige Klettereinlagen. Vom Belvedere haben wir schöne Ausblicke, nach Norden bis nach Korsika, wo wir sehr gut Bonifacio auf den markanten Kalksteinfelsen erkennen können und in die vielen kleinen Buchten unter uns, wo die Wellen ein imposantes Schaupiel bieten. An der Cala dell Indiano biegen wir ins Valle della Luna ab, durch welches uns der Weg an einer Feriensiedlung vorbei wieder bis zum Parkplatz führt.

Capo Testa

3.5.16 Wir haben Glück mit einer kleinen Schönwetterperiode und das wollen wir ausnutzen. Von Palau aus nehmen wir die Fähre zur Inselgruppe La Maddalena. Zunächst wollen wir die Hauptinsel erkunden und fahren bergauf, um ein paar Rundblicke zu haben, und unternehmen dann eine Rundfahrt mit Fotostopps in den Norden der Insel. Die vielen kleinen Felsbuchten mit kristallklarem Wasser laden zum Verweilen ein. Der Norden der Insel bietet noch unberührte Natur, während der Süden doch ziemlich zersiedelt ist. Wir wollen noch eine zweite Insel kennen lernen und fahren dazu über einen 600 m langen Damm zur Insel Caprera im Osten des Archipels.

Überfahrt zum Maddalena Archipel

Die Granitinsel ist sehr schön mit Macchia und hohe Pinien bewachsen. Wir könnten das Garibaldi-Museum besuchen, entscheiden uns aber für eine Fahrt in den Süden der Insel und parken das Auto an der Cala Portese. Von hier aus laufen wir den Küstenweg bis zum Punta Rossa. Schon von weitem sind alte ehemalige Militäranlagen sichtbar, die Batterie di Punta Rossa, erbaut zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg. Inzwischen ziemlich verfallen beeindruckt die Anlage aber trotzdem. Nach der Rückkehr auf La Maddalena bummeln wir noch ein wenig durch den hübschen Hauptort, bevor wir mit der Fähre die Rückfahrt antreten und zum Abend den Grill anwerfen.

Blick von der Insel Caprera nach La Maddalena

4.5.16 Ein warmer sonniger Tag liegt vor uns. Wir nehmen uns für heute die Wanderung an den Türmen von San Pantaleo vor (Rother Wanderführer Tour 7). Die Anfahrt zum Ort ist nicht sehr weit. Im Ort kann man gut parken. Der sehr schöne Weg führt überwiegend durch Machhia mit Zistrosen, Baumheide und Erdbeerbäumen unterhalb der Hügelkette mit den spitzen Felsdomen nach Süden. An manchen Stellen müssen wir zwischen größeren Felsbrocken hindurchkraxeln. Immer wieder hat man herrliche Ausblicke nach San Pantaleo und den Golf von Arzachena. Nach der Mittagsrast kehren wir zum Ausgangspunkt zurück.

Orchidee

Es ist noch genug Zeit, um einen Ausflug zur Costa Smeralda zu unternehmen, Sardiniens bekanntester Küstenlandschaft. Der Name bezieht sich auf die smaragdähnliche Farbe des Wassers. In Porto Cervo machen wir Halt und laufen durch den wirklich sehenswerten Edelferienort, der in den 1960er Jahren auf dem Reißbrett nach einer Idee von Aga Khan enstanden ist. Von dem kleinen Kirchlein Santa Maria di Stella hat man einen schönen Rundblick über den Ort, der sich um den Hafen schmiegt, wo ein paar schicke Yachten vor sich hindümpeln. Auf der Rückfahrt zum Campingplatz lohnen noch einige Fotostopps.

Kirche in Porto Cervo

5.5.16 Da die Schönwetterperiode anhält, steht heute eine weitere Wanderung auf dem Plan. Wir haben uns die Wanderung im Monte-Limbara-Gebirge ausgesucht (Rother Wanderführer Tour 10). Der Gebirgszug liegt südlich von Tempio Pausania. Den Wanderparkplatz Vallicciola erreichen wir nach gut einer Stunde Fahrzeit. Die Markierung ist sehr gut. Der Weg verläuft anfangs durch einen artenreichen Mischwald. Nach dem erreichen des Punta Panoramica, geht es dann bergauf zum höchsten Gipfel, dem Punta Balistreri (1359 m), und die Sicht wird immer freier auf die vielen Granithügel des Gebirges und die unten liegende Stadt Tempio.

Blick vom Monte Limbara nach Tempio Pausania

Die RAI-Antennne auf dem Gipfel ignorieren wir. Beim Abstieg kommen wir an der Statue der Madonna della Neve vorbei, wo wir einen weiteren schönen Ausblick auf die Landschaft der Gallura haben. Nach knapp 4 Stunden erreichen wir wieder den Parkplatz. Auf der Rückfahrt machen wir Halt in Tempio Pausania. Das sympathische Städtchen ist besonders im historischen Ortskern sehr sehenswert, in dem unverputzte Granithäuser die Gassen und Plätze säumen. Auch der Kurpark mit den Mineralwasserquellen Fonti di Rinaggiu lohnt einen Besuch. Bevor wir die Fahrt zum Campingplatz antreten, genießen wir noch ein wenig die warme Nachmittagssonne.

Stadt

6.5.16 Diesen (fast) letzten sonnigen Tag unseres Urlaubs auf Sardinen verbringen wir vormittags mit Relaxen auf dem Campingplatz. Nach dem Mittagessen unternehmen wir einen Ausflug an die Ostküste südlich von Olbia. Vor ein paar Tagen haben wir in der Ferne eine vorgelagerte Insel entdeckt, die Isola Tavolara, die auf Grund ihrer Gestalt unsere Neugier geweckt hat. Zunächst fahren wir aber erst einmal nach San Teodoro, wo wir nach einem Ortsbummel vor einem kleinen Restaurant einen Espresso trinken. Anschließend fahren wir zum herrlichen langen weißen Sandstrand La Cinta.

Isola Tavolara

Wir laufen vom Parkplatz ein ganzes Stück den Weg oberhalb des Strandes auf einer Landzunge nach Norden. Westlich breitet sich eine große Lagune zum Land hin aus und nordöstlich sehen wir über den zu dieser Jahreszeit noch wenig frequentierten Strand zur beeindruckenden rund 6 km langen und ca. 500 m hohen Isola Tavolara. Ein wirklich tolles Fotomotiv, zumal sich gerade eine Wolkenmütze über dem Bergkamm gebildet hat. Davor bilden am Strand und über dem Wasser die bunten Segel der Kitesurfer einen interessanten Kontrast. Zum Schluss besuchen wir noch das Vogelschutzgebiet am Nordende der Lagune, nur leider sind kaum Vögel zu entdecken. Trotzdem wird es ein schöner Spaziergang.

Seidenreiher

7.5.16 Heute ist es überwiegend grau und nur selten blinzelt die Sonne durch die Wolken. Sogar ein paar Regenschauer bleiben uns nicht erspart. Also nehmen wir das Auto und erkunden noch ein wenig den Norden Sardiniens. Wir fahren noch einmal nach Santa Teresa di Gallura, bummeln durch das gepflegte Städtchen und halten Ausschau nach einem Restaurant. In einer Seitenstraße finden wir ein "Steakhaus", wo wir uns Steaks nach sardischer Art (dünne durchgebratene Scheiben aus Schweine- bzw. Rindfleisch [Bistecca] mit Pommes und Salat) schmecken lassen. Nach dem Essen statten wir noch dem kleinen Hafen einen Besuch ab.

Griechische Landschildkröte

Weiter geht die Fahrt von Santa Teresa rund 25 km in südwestliche Richtung. Hier gibt es schöne Küstenabschnitte und wir nehmen eine Seitenstraße zum Parkplatz Nieves. Von dort laufen wir zur kleinen Chiesa di San Silverio oberhalb des Strands und von dort bis zum Torre Vignola. An dem Kirchlein beobachten und fotografieren wir eine griechische Landschildkröte. Unsere Fahrt führt dann noch weiter über schmale Sträßchen in die Nähe von Portobello bis zur Nuraghe Tuttusoni, deren Reste weitgehend in Buschwerk verborgen sind. Aber wenigstens lassen sich Bienenfresser fotografieren. Bei der verregneten Rückfahrt legen wir noch einen kurzen Halt in Arzachena ein, bei anderem Wetter hätte man sich den netten Ort genauer ansehen können.

Bienenfresser

8.5.16 Heute heißt es Abschied nehmen von Sardinien. Wenigstens hat die Sonne Mitleid mit uns und wärmt uns beim Zusammenpacken der sieben Sachen in unserem Wohnwagen. Wir lassen es ruhig angehen, denn wir müssen erst am Nachmittag im Hafen von Olbia ankommen. Noch ein letztes Mal gibt es ein leckeres Mal aus der Campingküche, dann werden die restlichen Gegenstände verstaut, die Rechnung an der Rezeption bezahlt und dann fahren wir gemächlich zum Fährhafen. Die Nachtfähre liegt schon am Kai aber wir müssen uns noch die Zeit im Hafengelände vertreiben, bis wir einfahren dürfen.

Im Fährhafen von Olbia

9.5.16 Nach einer ruhigen Fahrt mit mehr oder weniger Schlaf kommen wir früh morgens in Livorno an. Gegen 6:30 Uhr verlassen wir die Fähre. Die Fahrt nach Norden verläuft recht gut, auch über den Brenner und rund um München gibt es keine nennenswerten Probleme. Nach ca. 800 km und reichlich 10 Stunden Fahrt erreichen wir unseren letzten Zwischenstopp, den Campingplatz Felbermühle. Ein schöner Abendspaziergang führt uns nach Bad Gögging, wo wir uns beim "Alten Wirt" mit Obatzda, Herrenbräu und Hauswein verwöhnen. Morgen früh geht es nach Hause und ein wunderschöner Urlaub ist leider vorbei.

Obatzda im 'Alten Wirt' zu Bad Gögging